Urkundenübersetzung: Formatierung und Gestaltung

EffekteEine bestätigte (umgangssprachlich beglaubigte oder amtliche) Übersetzung besteht aus drei großen Arbeitsschritten: Übersetzung, Formatierung und Bestätigung.

Der Arbeitsschritt der Übersetzung ist die Übertragung der Urkunde vom Englischen ins Deutsche oder umgekehrt. Meinem Blogbeitrag „Urkundenübersetzung: Bestätigung“ beleuchtet diesen Arbeitsschritt.

Zusätzlich zur Übersetzung und zur Bestätigung sollte eine Urkunde möglichst so strukturiert sein wie das Originaldokument. So kann der Empfänger Einträge der übersetzten Urkunde leichter mit dem Original vergleichen. Die Strukturierung, also Formatierung und Gestaltung, benötigen Arbeitszeit und wirken sich somit auf den Preis der Urkundenübersetzung aus. Die gängigsten Formatierungen und Gestaltungsweisen sind:

Fließtext
Enthält das Original viel Fließtext, wie das beispielsweise bei Scheidungsurteilen der Fall ist, so ist die Formatierung und Gestaltung verhältnismäßig einfach. Aber auch hier muss man auf einiges achten. So müssen beispielsweise die Seitenumbrüche stimmen und eingesetzte Effekte wie Fett oder Kursiv-Schrift oder Kapitälchen nachempfunden werden.

Tabellen
Tabellen sind meine besonderen Freunde. Sie treten meist in Zeugnissen, Geburtsurkunden oder Führerscheinen auf, wirken auf den ersten Blick recht unscheinbar, haben es aber dann faustdick hinter den Ohren. Sie müssen für jede einzelne Urkundenübersetzung vorab gründlich durchdacht werden. Dabei spielen nicht nur die einzelnen Felder eine Rolle, sondern auch Überschriften innerhalb der Felder und die eingesetzten Effekte. So ist es manchmal klüger die Überschriften von den Inhalten zu trennen um dann die eingesetzten Effekte einfacher formatieren zu können. Auch Leerzeilen z.B. zwischen ausgegrauten Feldern in Zeugnissen müssen von Anfang an eingeplant werden.

Grafische Gestaltung
Urkunden sind häufig auch mit Schmuckrändern verziert, haben eine Hintergrundgrafik oder tragen das Wappen des jeweiligen Landes, Bundeslandes oder Bezirks. Schmuckränder werden üblicherweise nicht nachempfunden, sollten aber in den Anmerkungen des Übersetzers erwähnt werden. Wappen dagegen werden beschrieben. So wird das grafisch dargestellte bayrische Wappen zum „Wappen des Freistaates Bayern“.

Unterschriften
Unterschriften kommen in jeder Urkundenübersetzung vor. Sie werden, genau wie Wappen beschrieben. So wird beispielsweise eine schwungvolle Unterschrift auf dem Original zu [Unterschrift: Susanne Buchner] auf der Übersetzung. Wäre meine Unterschrift auf der Urkunde unleserlich, stünde da [Unterschrift: unleserlich].

Stempel
Auch Stempel werden beschrieben. Im Gegensatz zu Unterschriften können sie problematisch werden, da gerade Rundstempel gerne jede Menge Text und auch noch ein Wappen tragen können. Das will natürlich alles beschrieben werden und sollte aber immer noch an Ort und Stelle bleiben. Platztechnisch häufig eine Herausforderung.

Zusammenfassung
Je einfacher eine Urkunde gestaltet und formatiert ist, desto schneller lässt sich dieser Arbeitsschritt bearbeiten und desto günstiger wird dieser Posten letztendlich. Pauschal kann man sagen, Fließtext macht die Formatierung und Gestaltung günstiger, Tabellen treiben den Preis in die Höhe. Auch die Anzahl der grafischen Elemente wie Schmuckränder, Wappen, Unterschriften und Stempel, schlägt sich im Preis nieder.

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